Erst vor einem Jahr hat Microsoft den Internet Explorer 9 (bzw. Windows Internet Explorer wie der Browser offiziell heißt) eingeführt, da steht die nächste Browsergeneration mit dem Internet Explorer 10 bereits in den Startlöchern. Früher mussten die Fans des Microsoft-Browsers noch länger warten, so dauerte es fünf Jahre, bis nach dem IE6 der Internet Explorer 7 für Windows Vista erschien. Und auch bis zum Erscheinen des Internet Explorers 8, dem letzten Internet Explorer für XP, vergingen dann wieder drei Jahre.

Internet Explorer 10 Bing

Internet Explorer 10: Windows 8 statt Windows Vista

Seitdem werden die Veröffentlichungszyklen kleiner. Den aktuellen Internet Explorer 9 Download gibt es seit 2011. Allerdings sind die mit den Versionssprüngen verbundenen Änderungen auch nicht mehr so groß, wie dies bspw. beim Internet Explorer 7 noch der Fall war. Verglichen mit dem IE9 wird der Internet Explorer 10 keinen revolutionär neuen Webbrowser bieten. In erster Linie ist der Internet Explorer 10 auf die neue Betriebssystem-Plattform Windows 8 abgestimmt, und wird dementsprechend auch auf Windows 8-Tablets der Standardbrowser sein. Da der Internet Explorer aber sehr eng mit dem Betriebssystem verzahnt ist, sind neue IE-Versionen nicht auf allen älteren Windows-Versionen lauffähig. Laut Ankündigung von Microsoft wird der Internet Explorer 10 nicht mehr kompatibel zu Windows Vista sein. Windows XP-User müssen sich bereits mit dem Internet Explorer 8 begnügen.

Internet Explorer 10 Outlook

Allzu groß dürfte der Verlust für Windows Vista-User, die dann weiter auf den Internet Explorer 9 zurückgreifen müssen, aber nicht sein. Der Internet Explorer 10 bietet in erster Linie eine bessere Unterstützung für die neuesten Webtechnologie HTML5 und CSS3. Die werden in Zukunft immer wichtiger werden, weil sie die bisherigen Webtechnologien wie Flash auf komplexen Webseiten ablösen werden.

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Vergleich Internet Explorer 9 – Internet Explorer 10

Im direkten Vergleich mit dem Internet Explorer 9 schneidet der Internet Explorer 10 dabei deutlich besser ab. Nicht was die grundsätzliche HTML5- und CSS3-Unterstützung angeht. Diese wird im sogenannten Acid3-Test abgecheckt und beide Browser erreichen 100 von 100 möglichen Punkten.

Internet Explorer 10 Acid3-Test

Ganz anders sieht es hingegen bei der Performance aus. Die kann man zum Beispiel mit dem Fishtank von Microsoft prüfen. Dabei werden in einem Aquarium sich bewegende Fische gezeigt. Je mehr es sind, desto mehr Arbeit hat der Rechner. Anhand der weniger werdenden Bilder pro Sekunde, die noch berechnet werden können (gemessen in fps= frames per second), kann man die Performance abschätzen. Der Internet Explorer 10 zeigte in unserem Test bei 500 Fischen immer noch eine flüssige Bewegung mit 38 fps.

Internet Explorer 10 FishtankIE

Der Internet Explorer 9 kam hingegen bei 500 Fischen nur noch auf eine etwas rucklige Bewegung mit 23 fps. Noch deutlicher fällt der Unterschied beim html5-Test aus. Hier wird anhand eines Scores die HTML5-Fähigkeit eines Browsers bewertet. Anders als der Acid-Test, der nur abgleicht, ob eine Technologie überhaupt unterstützt wird, bewertet der HTML5-Test auch, wie gut der Browser dies macht. Hier kommt der Internet Explorer 9 nur auf bescheidene 138 Punkte, der Nachfolger Internet Explorer 10 (auf einem Windows 8-System) hingegen auf 319 Punkte.

Internet Explorer 10 HTML5Test

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